Wichtige Erkenntnisse

  • Die Neue Entwicklungsbank — gegründet von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika im Jahr 2014 — hat bis Anfang 2026 42,9 Milliarden Dollar für 139 Projekte genehmigt, ohne dass strukturelle Anpassungsbedingungen angebracht sind
  • Die NDB vergibt Kredite in lokalen Währungen, mit dem Mandat, 30 % aller Finanzierungen in den eigenen Währungen der Kreditnehmerländer zu lenken — was die Währungsdiskrepanz, die seit Jahrzehnten afrikanische Staatsverschuldungskrisen antreibt, direkt beseitigt
  • Im Juli 2025 unterzeichnete die NDB einen 7 Milliarden Rand-Darlehen mit der südafrikanischen Straßenbehörde SANRAL — ein wegweisender Deal, der das Währungsrisiko vollständig beseitigt
  • Drei afrikanische Nationen sind vollständige BRICS-Mitglieder mit vollem NDB-Zugang: Südafrika (Gründungsmitglied), Ägypten (2024) und Äthiopien (2024). Nigeria, Algerien und Uganda haben Partnerstatus
  • Die BRICS Multilaterale Garantie (BMG), die beim Gipfel in Rio 2025 ins Leben gerufen wurde, nutzt öffentliches Kapital im 1:5 bis 1:10 Verhältnis — was bedeutet, dass 100 Millionen Dollar an NDB-Garantien bis zu 1 Milliarde Dollar an privaten Investitionen für ein einzelnes Projekt freisetzen können
  • Das Mandat der NDB für nicht-staatliche Kredite bedeutet, dass private Unternehmen und Diaspora-Investitionsvehikel im Fokus stehen — nicht nur Regierungen
  • Allein Südafrika hat 1,6 Milliarden Dollar an NDB-Pipeline-Finanzierungen in den Bereichen Straßen, Wasser, Gesundheitsversorgung und Energie

Die BRICS-Gruppe

Im Juli 2014 versammelten sich die Führer von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika in Fortaleza, Brasilien, und unterzeichneten ein Gründungsabkommen, das seit 1944 nicht mehr versucht wurde: eine multilaterale Entwicklungsbank, die von und für den Globalen Süden aufgebaut wurde.

Paulo Nogueira Batista Jr., der als einer der Gründungsarchitekten der Bank im Raum war, erklärte die Logik damals klar:

"Wenn die bestehenden Institutionen ihre Aufgaben perfekt erfüllen würden, wäre es nicht nötig, sich die Mühe zu machen, eine neue Bank zu gründen."

Sie machten sich die Mühe.

Die Neue Entwicklungsbank ist jetzt operational, vollständig kapitalisiert und hat bis Anfang 2026 42,9 Milliarden Dollar für 139 Projekte genehmigt. Für schwarze und afrikanische Wirtschaftsführer ist diese Institution kein geopolitischer Gesprächspunkt.

Es ist eine Quelle für Betriebskapital — eine, die nach grundlegend anderen Regeln funktioniert als die Weltbank oder der IWF, und diese Unterschiede sind enorm wichtig.


Die Regeln sind hier anders

Jeder Geschäftsführer, der gesehen hat, wie eine afrikanische Regierung die Finanzierung durch den IWF oder die Weltbank navigiert, kennt das Prozedere.