Afrikas jährliche Lücke von 100 Milliarden Dollar: Wie schwarze Investoren einsteigen können, bevor es die Wall Street tut
Schwarzes Executive-Journal | Globale Märkte & Kapital | Woche 3 von 6 — "Den 21. Jahrhundert aufbauen" Serie
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Afrika benötigt jährlich zwischen 130 Milliarden und 170 Milliarden Dollar an Infrastrukturinvestitionen. Derzeit erhält es 80 bis 90 Milliarden Dollar. Die Lücke — konservativ 60 Milliarden Dollar jährlich, möglicherweise 100 Milliarden Dollar — ist kein Finanzierungsproblem im herkömmlichen Sinne. Es ist ein Problem der Projektvorbereitung.
Weniger als 10% der geplanten Infrastrukturprojekte in Afrika erreichen jemals den finanziellen Abschluss.
Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Ein Finanzierungsproblem bedeutet, dass Kapital knapp ist. Ein Problem der Projektvorbereitung bedeutet, dass Kapital im Überfluss vorhanden ist, aber auf die richtige Einstiegsmöglichkeit wartet — und diese Einstiegsmöglichkeit wurde noch nicht geschaffen.
Für schwarze amerikanische Investoren, Diaspora-Unternehmer und afrikanische Geschäftsleiter mit Erfahrung in der finanziellen Strukturierung ist diese Einstiegsmöglichkeit die Geschäftschance.
2% — die jährliche Reduzierung des BIP-Wachstums, die Afrika erleidet, weil diese Infrastruktur-Lücke nicht geschlossen wird. Über ein Jahrzehnt kumuliert, repräsentiert dieses Defizit Billionen an entgangener wirtschaftlicher Produktion, entgangenem Geschäftseinkommen und entgangener Vermögensbildung auf dem Kontinent.
Es ist auch, nach derselben Logik, der Wert, der an denjenigen fließt, der die Lücke schließt.
Die Afrikanische Entwicklungsbank hat den Bedarf präzise quantifiziert.
Der ehemalige senegalesische Wirtschaftsminister Amadou Hott hat öffentlich erklärt, dass Afrika seine derzeitigen Bemühungen zur Projektvorbereitung "um das 100- oder sogar 150-Fache" vervielfachen muss, um die Nachfrage zu decken.
Der Engpass liegt vollständig vor der Finanzierung. Projekte erreichen nicht den bankfähigen Status, weil:
Die Konsequenz ist, dass die Welt nicht an Kapital mangelt, das nach afrikanischer Infrastruktur sucht — es mangelt an Projekten, die gut genug strukturiert sind, um dieses Kapital zu erhalten.
Private Equity-Fonds, Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, Staatsfonds und zunehmend BRICS-ausgerichtetes Kapital kreisen alle um denselben Satz bankfähiger Möglichkeiten.
Der Engpass liegt in der Vorbereitung, nicht in der Versorgung.
Die Nachfrage nach Infrastruktur in Afrika ist nicht statisch.